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Uplandsteig - Tag 4 Drucken
Geschrieben von: Christian   
Dienstag, den 16. Februar 2010 um 21:23 Uhr

4. Etappe: Donnerstag, 14. Mai 2009, 25 km

Von Usseln nach Willingen (Hotel Waldecker Hof)

Um 7:30 Uhr sitzen wir schon im Frühstücksraum, da wir heute die längste Etappe vor uns haben. Frau Figge macht uns ein tolles, umfangreiches Frühstück, sogar mit Salat und Fleischbällchen. Als wir starten, ist es zunächst noch bewölkt, aber das Wetter wird dann immer besser. Später ist es fast nur noch sonnig.

An der Diemelquelle treffen wir wieder auf den Uplandsteig. Nach einer Weile stehen wir vor einer etwas stärkeren Steigung, und ein Wanderstock lässt sich schon wieder nicht auseinander ziehen. Da es heute aber eher nur noch moderate Anstiege geben soll, ärgere ich mich nicht darüber und verzichte auf die Stöcke.

Der Uplandsteig führt zunächst über Waldwege, dann wird die Strecke zu einem schmalen, etwas schlammigen Waldpfad. Auf einem Schild wird der Wanderer sogar darauf hingewiesen, dass der Weg nach Regenfällen hier schwer passierbar ist. Wir haben Glück, dass es die letzten zwei Tage trocken geblieben ist, so müssen wir nur gelegentlich Pfützen und Rinnsalen ausweichen. Der Weg führt weiter durch den Wald, einmal ist der Pfad von umgestürzten Tannen blockiert, die Stelle ist aber schnell umgangen.

 

Als wir uns der Hochheide nähern, wird der Weg wieder breiter und befestigt. Die Landschaft ändert sich, wir verlassen den Wald, und erreichen die Hochheide. Hier sind viele Spaziergänger und Ausflügler unterwegs. Der Weg führt am Rande der Hochheide entlang.

Auf der anderen Wegseite liegt ein Hügel, auf dessen Rückseite in einem Steinbruch Diabas abgebaut wird. Ich möchte Ines in einem alten Sprengunterstand fotografieren, als sie aber eine Blindschleiche darin entdeckt, springt sie erschrocken wieder heraus. Der Weg führt auf die Anhöhe und gibt einen weiten Blick in den Steinbruch und das dahinter liegende Tal frei. Da es hier oben aber sehr windig ist, machen wir nur noch ein schnelles Foto am Gipfelkreuz und folgen dann dem Weg weiter durch die Hochheide.

 

Pünktlich zu Mittag erreichen wir die Hochheide-Hütte. Die Terrasse ist windgeschützt und wir genießen unserer Mittagessen in der Sonne. Für Ines gibt es Bratwurst mit Kartoffelsalat und für mich ein Nackensteak und ein kleines Bier. Die Damen am Nachbarstisch berichten, dass an der Diemelquelle eine weitere Hütte in Planung ist.

Als wir aufbrechen wollen, wird Ines von einer Frau angesprochen, die die Uplandsteig-Wanderkarte in ihrem Rucksack erkannt hat: Sie ist vom MDR und plant eine Sendung über den Uplandsteig. Einen Flyer dazu drückt sie uns gleich in die Hand. In Ihrer Begleitung ist der Uplandsteig-Wanderwart, den wir von den Fotos aus dem Uplandsteig-Prospekt kennen.

 

Nach dem Mittagessen führt der Weg zunächst durch sturmbedingt baumlose Höhen und steigt dann immer weiter zum Langenberg auf. Der Langenberg ist mit 843 m über NN der höchste Berg NRWs, der höchste Punkt unserer Wanderung und gleichzeitig auch der letzte Höhepunkt. Neben dem Gipfelstein haben Wanderer eine Steinpyramide gebaut, die den Gipfelstein mittlerweile sogar etwas überragt. Wir legen beide einen weiteren Stein oben auf, und machen noch ein Foto am Gipfelstein.

Eine Aussicht hat man vom Langenberg allerdings nicht, da er bewaldet ist. Auf den nächsten Kilometern verläuft der Weg teilweise auf der Grenze von Hessen und NRW, wie an alten Grenzsteinen zu erkennen ist. Ines nutzt diese Tatsache für schnelle Wechsel zwischen den Bundesländern aus.

 

Es geht nun fast stetig bergab, wir queren einen Skilift und haben einen ersten Blick auf den Ettelsberg und Willingen tief unten im Tal. Der Weg macht aber noch eine große Kehre und wir verlieren Willingen zunächst wieder aus dem Blick. Nach einer letzten Anhöhe, dem Hoppern, erreichen wir die ersten Häuser. Der Uplandsteig führt am Ortsrand entlang, an der Talstation der Ettelsberg-Seilbahn und dem Sauerlandstern vorbei.

Wir sind glücklich als wir endlich den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreichen, und machen noch ein Zielfoto am Uplandsteig-Schild.

 

Mit dem Auto sind wir dann schnell im Hotel „Waldecker Hof“. Von außen wirkt es eher unscheinbar, wir werden aber sehr freundlich empfangen und bekommen ein tolles, großes und elegant mit klassischen Möbeln ausgestattetes Zimmer. Auch der Wellnessbereich ist sehr geschmackvoll eingerichtet, und vor dem Abendessen gehen wir noch Schwimmen und entspannen uns in die Sauna. Wir essen im Haus-Restaurant, da der Thai-Koch leider im Urlaub ist, gibt es wieder einmal gutbürgerliche Küche. Mit einem kleinen Spaziergang endet unsere Wanderwoche.

Am nächsten Morgen gönnen wir uns nach dem Frühstück jeder noch eine ausgezeichnete Massage in der Wellness-Abteilung, besorgen ein Mitbringsel für unsere Katzen-Sitterin und machen uns dann auf die Rückfahrt.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. März 2010 um 22:37 Uhr
 

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